LEVIN STATZER


21. April 1975 – 20. August 2005

Geboren, aufgewachsen und gelebt in Wien, mit Wurzeln in Kärnten und Vorarlberg.
Mittelschule, 1 Semester in Kalifornien / USA.
Matura am Gymnasium Wien Hegelgasse, Zivildienst bei den Wiener Kinderfreunden.
Grafik und Webdesign Ausbildung zum Multimedia Producer.
Selbständig ab 1999, graphic-design.at mit Partner Patrick Hackermüller.

Seit dem 15. Lebensjahr der Graffitibewegung verbunden. Er malte weltweit mit Crew-Mitgliedern von SDK, DOA, UA, FBI, IT, WUFC, TFP, THE-Crew, TSK, SMD, El Funky Madres, VIM, TPC, ÖBB, WDD und vielen anderen. Er hinterließ seine Spuren u.a. in Rom, Paris, Amsterdam, Barcelona, Mallorca, Sofia, München, Prag, Landshut, Hamburg, Dortmund, Basel und Zürich, Warschau, Krakau sowie in New York und in vielen weiteren Städten und entwickelte sich zu einem der aktivsten Wiener Graffitikünstler mit internationalem Flair. Viele Auftragsarbeiten.

Mit 30 Jahren am 20. August 2005 bei einem Autounfall unverschuldet ums Leben gekommen.


„Er gehörte von Anfang an zu den aktivsten Malern und hatte sofort gute Verbindungen zu anderen namhaften Größen der Graffiti-Welt, dies auch aufgrund seiner unkomplizierten und geradlinigen Art, Menschen und Dinge anzupacken und mit ihnen auszukommen und zu respektieren.
Ich lernte Levin über einen Freund, Pat, kennen. Pat nahm ihn mit auf unsere Tag-Tour. Wir krixelten überall hin. Anfangs war mir das Ganze nicht ganz geheuer, und ich habe bewusst wenig mit Levin gesprochen, doch mit der Zeit erkannte ich sein Wesen und wir wurden zu Freunden, die gemeinsam durch dick und dünn gingen, das fing an bei unseren gemeinsamen Reisen in die weite Welt und hörte auf bei der gemeinsamen Verhandlung vor dem Richter; wir hatten Anknüpfungspunkte im Berufs- wie im Privatleben, mit einem Wort, er war Teil meiner Jugend und Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte!“

„Levin war einer der Großen des nationalen Graffitis – er hattte mehr Fames mit verschiedensten Namen als alle anderen in der Stadt. „He was doin´ his own thing”, und das tat er mit viel Liebe und Engagement!“

Februar 2008, Sand


„der levin ist für mich immer noch da; wenn ich probleme mit leuten habe kann ich mir vorstellen, was er gesagt hätte wenn er dabeigewesen wäre. Er hätte mich runtergeholt und gesagt dass man immer nur das machen kann was geht, und man auch nie wissen kann, wie es den andern grad geht und warum sie wie reagieren.“

„als ich gehört habe dass er diesen unfall gehabt hat und tot ist musste ich lange weinen. Aber dann war ich froh bei dem gedanken wie es passiert ist, weil es unvermeidlich war. Man hätte nichts anders machen können. Es war weder leichtsinnig noch absehbar. Er hatte noch einiges vor, aber er war auf dem weg. Es war zu früh, aber es war ein unschuldiger tod, und ich glaube ja dass man wenn man stirbt alles auf einmal kriegt, was man im leben hätte erreichen können. Und dann den überblick hat wo man richtig lag und wo man umwege gemacht hat. Und ich glaube der levin hat gecheckt dass er vielleicht fehler gemacht hat aber im grunde genommen schon auf seinem weg war. Und das ist gut. Er war ein eigenständiger denker und hat mit dem tod seine persönlichkeit abgeschlossen und zu ende gebracht, eben weil er ein „erfülltes“ leben hatte. Ich glaube dass die persönlichkeit levin jetzt wirklich nur noch in unserer vorstellung existiert und da wird sie bleiben und uns antworten geben. Und er materialisiert sich vielleicht noch manchmal und lacht.“

September 2006, Sigi